Wärmebildaufnahmen (Thermografie)

Thermografische Untersuchungen decken die energetischen Schwachstellen, wie z.B. Wärmebrücken einer Gebäudehülle auf und machen den Sanierungsbedarf anschaulich. Mittels einer speziellen Infrarot-Kamera lassen sich Bilder erstellen, die zeigen, an welchen Stellen des Gebäudes viel Wärme verloren geht. Die Kamera misst die Temperaturen auf der Gebäudeoberfläche und stellt sie unterschiedlich farbig dar.

Um aussagekräftige Aufnahmen machen zu können, muss ein Temperaturunterschied zwischen innen und außen von mindestens 15 °C bestehen. So empfiehlt sich dafür vor allem die kalte Jahreszeit. Die Aufnahmen werden bevorzugt nachts und in den frühen Morgenstunden durchgeführt, um eine Verfälschung der Ergebnisse durch die Infrarotstrahlung des Tageslichts auszuschließen. Ideale Bedingungen liegen bei trockenen Winternächten vor.

In Kombination mit einem Luftdichtheitstest, machen Thermografie-Aufnahmen auch versteckte Leckagen in der Luftdichtheitsebene erkennbar. Dabei wird ein Unterdruck im Gebäude erzeugt – also Luft herausgesaugt – die einströmende kalte Außenluft wird in den Aufnahmen sichtbar.

Förderung von Thermografie-Aufnahmen
 
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert derzeit Thermografie-Aufnahmen in Kombination mit einer ausführlichen Energiesparberatung. Maximal 100 Euro sind für die Thermografie-Aufnahmen mit Beschreibungen und Bewertung zu erhalten, die ausführliche Energieberatung bei Ein- und Zweifamilienhäusern wird mit 300 Euro gefördert.